Kostenaspekte Receiver vs. FR24 Abo

Dem geneigten Leser wird gleich aufgefallen sein, dass jede der aufgeführten Varianten Geld kostet. Egal ob man eine Hard- oder Softwarevariante nutzt. Die kostenfreien Schnupperversionen der einschlägigen Anbieter sehe ich hier nicht als dauerhaft nutzbare Möglichkeit an. Schnell werden die Grenzen erreicht und man wird immer mehr den Wunsch nach den kostenpflichtigen Gimmicks entwickeln. Im folgenden Teil gehe ich auf die den Kostenaspekt bei dem Thema ADS-B ein.

Wer eine Gold-Mitgliedschaft bei Flightradar24 möchte, auf den kommen zum jetzigen Stand 34,99$  im Jahr (Stand: April 2017) zu. Die angebotene Leistung ist sicher den Preis wert, aber diese Mitgliedschaft wird jedes Jahr fällig und summiert sich dann doch recht ordentlich. Ähnlich verhält es sich übrigens auch mit anderen Anbietern.

Der Lohn der Daten-Einspeisung

An diesem Punkt sollte man sich die Möglichkeit der Dateneinspeisung anschauen. Liefert man den unterschiedlichen Webportalen Daten, dann bekommt man einen erweiterten Leistungsumfang. Ich sehe dies als gute Idee an. So kann man der Gemeinschaft der ADS-B Nutzer etwas Gutes tun, in dem man die Datenabdeckung erweitert und man erhält im Gegenzug einen tollen Leistungsumfang der Seitenbetreiber.

Ein echt interessanter Fakt ist, das man bei Flightradar24 als "Einspeiser" sogar die Business-Version freigeschaltet bekommt, welche 49.99$ im Monat kostet. Die Jahresgebühr beläuft sich auf 499.99$ pro Jahr (Stand: April 2017). Dieser Punkt macht es im Besonderen so reizvoll, sich einen ADS-B Receiver zu bauen und die Daten Richtung Flightradar24 zu schicken.

Mein Ziel ist es hierbei, die Dateneinspeisung mit einem Raspberry Pi Einplatinencomputer zu verwirklichen. Der Gesamtpreis sollte die 100€ Marke nicht zu deutlich überschreiten. Mit diesem Preisvolumen ist sogar eine mögliche Amortisierung der Ausgaben denkbar.

Ansatz für die Kalkulation des selbstgebauten ADS-B Receivers

Folgende Rechnung kann ich zum jetzigen Zeitpunkt (Stand: April 2017) aufmachen:

 

Hardware (je Stück) Kosten (€)
Raspberry Pi 3 Model B 40,49
Raspberry Gehäuse (transparent) 6,50 
Mikro SD-Karte mit Adapter auf SD 9,99
Netzteil 9,99
ADS-B (DVB-T) Stick 24,95
Summe 91,92
   
Ergänzung  
Tastatur mit Touchpad  32,99
Summe 124,91

Tabelle: Kostenberechnung ADS-B Raspberry Projekt

Fazit

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit dem Selbstbauprojekt. Ich konnte die von mir gewünschten Punkte bearbeiten. Das Verständnis für diese faszinierende Art der Standortbestimmung ist deutlich gewachsen. Ebenso war es möglich, eine leichte Kostensenkung herbeizuführen. Und im Endeffekt muss bei diesem Punkt auch bedacht werden, dass die angeschaffte Hardware auch einen gewissen Wert darstellt und somit bleibt deutlich mehr übrig, als wenn die jährlichen Gebühren immer wieder anfallen. Da einige Teile meiner Artikelliste schon vorhanden waren, bin ich bei einem Gesamtpreis von knapp 60€ gelandet. Damit ist das Projekt nach zwei Jahren amortisiert.

Ich hoffe ich konnte euch auch dazu inspirieren das Selbstbauprojekt anzugehen und wünsche nun viel Spaß beim Nachbauen.

Hier nochmal der Link zur Hardwareliste für die Nachbauer, klick mich!

Ich werde die Seite immer wieder updaten, damit auch etwaige Neuentwicklungen hier abgebildet werden.

Wenn ihr Fragen habt, dann zögert nicht diese zu stellen Kontakt!

Ausblick

Zusätzlich will ich noch den angeschafften ADS-B (DVB-T) Stick an einem Laptop betreiben. So sollte es unterwegs möglich sein, die ADS-B Daten der Flugzeuge zu empfangen. Damit wäre eine Mobilfunk autarke Lösung realisiert, welche eine weitere Ersparnis darstellt. 

Hier geht es zu meinem kleinen ADS-B Mac OS X Projekt, klick mich!



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